19:30 – 21:00

Gabrielle Mainguy

Our Physical Engagement, 2017

53

Film Program > Stage // Filmprogramm > Bühne

ENGLISH

Video / Performance

Performers: Christophe Linéré, Merle Falk, Anja Zumpe, Mathias Gormann, Eve Kolb, Nicolas Manenti, Hoang Le, Alexine Chanel, Ibrahim Albouzan, Isabel Kraft

Music:
John Kameel Farah

FRONT PAGE

Special Thanks to Ibrahim Albouzan, Merle Falk, Franca Webel, Isabel Kraft

Our Physical Engagement is an exploration of space using all the senses and the body as means of investigation. Between our form and our physical environment, touch can be understood as a sensorial translation of contact between two physical entities. In this sense, touch enables a direct possibility to evaluate an environment and provides an important tool in our investigation of space.

In the first phase, the performers used their bodies to precisely explore the historic hall of Hamburger Bahnhof. Using their flesh, bones and sense of touch as their main tools, they measured spaces, distances and volumes to investigate the capacity and expanse of the room. The performers, dressed in contrasting colors, were asked to behave as a medium, a material that would spread across all surfaces to cover the architecture with a layer of different colors, thicknesses and textures. In a second phase, bodily movements create three-dimensional objects within the space.

Video documentation of the experiment shows the performers moving in the space, the range of their movements and the traces of color that trail them.

DEUTSCH

Video / Performance

Performer*innen: Ibrahim Albouzan, Alexine Chanel, Merle Falk, Mathias Gormann, Eve Kolb, Isabel Kraft, Hoang Le, Christophe Linéré, Nicolas Manenti, Anja Zumpe

Musik:
John Kameel Farah

FRONT PAGE

Dank an: Ibrahim Albouzan, Merle Falk, Franca Webel, Isabel Kraft

Dies ist eine Raumerforschung, die alle Sinne und auch den Körper als Forschungsinstrumente nutzt. Da unsere Gestalt wie auch unsere physikalische Umgebung materieller Natur sind, kann Berührung als sensorische Übersetzung des Kontaktes zwischen zwei physikalischen Einheiten betrachtet werden. Insofern ist der Tastsinn eine Möglichkeit, die Umwelt unmittelbar zu untersuchen, und er hat sich als unser wichtigstes Hilfsmittel beim Begreifen des umgebenden Raumes erwiesen.

In einer ersten Phase haben die Performer*innen mittels ihrer Körper eine exakte Raumerforschung in der historischen Halle des Hamburger Bahnhofs durchgeführt. Mithilfe ihrer eigenen Wahrnehmung und ihrem Tastsinn als primären Werkzeugen haben sie Flächen, Abstände und Umfänge vermessen und das Fassungsvermögen sowie die Ausdehnung des Raums untersucht. Die in kontrastreiche Farben gekleideten Performer*innen wurden gebeten, sich als Medium zu verhalten, als Material, das sich über alle Flächen verteilt und die vorhandene Architektur mit einem Mantel aus unterschiedlichen Farben, Stärken und Stukturen überzieht. In einer zweiten Phase wurden die Körperbewegungen dazu benutzt, dreidimensionale Objekte im Raum entstehen zu lassen.

Die Videoaufnahmen des Experiments zeigen einerseits die simultane Bewegung der Performer*innen durch den Raum und andererseits die Ausmaße ihrer Bewegungen und die von ihnen hinterlassenen Farbspuren.

Photos
1. David von Becker
2.-3. Gabrielle Mainguy (Filmstills)